anwalt

      Beratung

Berlin
Hamburg
München
Köln
Frankfurt am Main
Stuttgart
Düsseldorf
Dortmund
Essen
Bremen
Dresden
Leipzig
Hannover
Nürnberg
Duisburg
Bochum
Wuppertal
Bonn
Bielefeld
Mannheim
Karlsruhe
Münster
Wiesbaden
Augsburg
Aachen
Mönchengladbach
Gelsenkirchen
Braunschweig
Chemnitz
Kiel
Krefeld
Halle (Saale)
Magdeburg
Freiburg im Breisgau
Oberhausen
Lübeck
Erfurt
Rostock
Mainz
Kassel
Hagen
Hamm
Saarbrücken
Mülheim an der Ruhr
Herne
Ludwigshafen am Rhein
Osnabrück
Oldenburg
Leverkusen
Solingen
Potsdam
Neuss
Heidelberg
Paderborn
Darmstadt
Regensburg
Würzburg
Ingolstadt
Heilbronn
Ulm
Wolfsburg
Göttingen
Offenbach am Main
Pforzheim
Recklinghausen
Bottrop
Fürth
Bremerhaven
Reutlingen
Remscheid
Koblenz
Bergisch Gladbach
Erlangen
Moers
Trier
Jena
Siegen
Hildesheim
Salzgitter
Cottbus
Gera
Kaiserslautern
Witten
Gütersloh
Schwerin
Iserlohn
Zwickau
Düren
Esslingen am Neckar
Ratingen
Flensburg
Hanau
Tübingen
Ludwigsburg
Marl
Lünen
Dessau-Roßlau
Konstanz
Velbert
Minden
Worms
Wilhelmshaven
Villingen-Schwenningen
Marburg
Gießen
Neumünster
Dorsten
Rheine
Lüdenscheid
Castrop-Rauxel
Troisdorf
Viersen
Gladbeck
Delmenhorst
Arnsberg
Bocholt
Lüneburg
Detmold
Bayreuth
Norderstedt
Brandenburg an der Havel
Celle
Bamberg
Dinslaken
Aschaffenburg
Lippstadt
Unna
Aalen
Plauen
Weimar
Neubrandenburg
Kerpen
Fulda
Neuwied
Herford
Grevenbroich
Landshut
Dormagen
Herten
Bergheim
Kempten (Allgäu)
Garbsen
Rosenheim
Wesel
Sindelfingen
Frankfurt (Oder)
Rüsselsheim
Schwäbisch Gmünd
Offenburg
Langenfeld (Rheinland)
Friedrichshafen
Hürth
Hameln
Stralsund
Stolberg (Rheinland)
Göppingen
Euskirchen
Görlitz
Hattingen
Eschweiler
Menden (Sauerland)
Sankt Augustin
Hilden
Greifswald
Baden-Baden
Meerbusch
Bad Salzuflen
Pulheim
Neu-Ulm
Wolfenbüttel
Schweinfurt
Ahlen
Nordhorn
Waiblingen
Neustadt an der Weinstraße
Langenhagen
Bad Homburg vor der Höhe
Willich
Emden
Ibbenbüren
Wetzlar
Gummersbach
Lingen (Ems)
Passau
Bergkamen
Erftstadt
Cuxhaven
Frechen
Speyer
Ravensburg
Wittenberg, Lutherstadt
Kleve
Elmshorn
Peine
Soest
Bornheim
Lörrach
Bad Oeynhausen
Schwerte
Heidenheim an der Brenz
Rastatt
Neunkirchen
Rheda-Wiedenbrück
Frankenthal (Pfalz)
Dülmen
Herzogenrath
Gronau (Westf.)
Böblingen
Hof
Stade
Melle
Hennef (Sieg)
Erkrath
Singen (Hohentwiel)
Gotha
Alsdorf
Freising
Bitterfeld-Wolfen
Leonberg
Neustadt am Rübenberge
Albstadt
Bünde
Fellbach
Erkelenz
Straubing
Kamen
Wismar
Filderstadt
Nordhausen
Brühl (Rheinland)
Lahr/Schwarzwald
Homburg
Amberg
Oberursel (Taunus)
Bad Kreuznach Weinheim
Landau in der Pfalz
Rodgau
Lehrte
Bruchsal
Monheim am Rhein
Bietigheim-Bissingen
Eisenach
Halberstadt
Pinneberg
Dachau
Rottenburg am Neckar
Stendal
Seevetal
Kaarst
Weiden in der Oberpfalz
Kaufbeuren
Oranienburg
Nettetal
Gifhorn
Weißenfels
Lemgo
Freiberg
Borken
Coburg
Memmingen
Wunstorf
Goslar
Eberswalde
Königswinter
Heinsberg
Bautzen
Aurich
Falkensee
Dreieich
Pirmasens
Nürtingen
Laatzen
Ansbach
Löhne
Kirchheim unter Teck
Buxtehude
Siegburg
Bensheim
Völklingen
Mettmann
Freital
Schorndorf
Hückelhoven
Neumarkt in der Oberpfalz
Ahaus
Schwabach
Suhl
Buchholz in der Nordheide
Pirna
Ettlingen
Kamp-Lintfort
Hofheim am Taunus
Warendorf
Maintal
Germering
Haltern am See
Hemer
Würselen
Niederkassel
Voerde (Niederrhein)
Hoyerswerda
Leinfelden-Echterdingen
Sankt Ingbert
Schwäbisch Hall
Saarlouis
Beckum
Coesfeld
Bernau bei Berlin
Ostfildern
Greven
Neu-Isenburg
Mühlhausen
Kempen
Langen
Emsdetten
Bernburg (Saale)
Datteln
Wermelskirchen
Merseburg
Backnang
Sinsheim
Lage
Porta Westfalica
Wesseling
Papenburg
Altenburg
Meppen
Kehl
Erding
Wernigerode
Leer
Naumburg (Saale)
Tuttlingen
Uelzen
Winsen (Luhe)
Fürstenfeldbruck
Goch
Mörfelden-Walldorf
Schwedt/Oder
Riesa
Königs Wusterhausen
Balingen
Zweibrücken
Steinfurt
Schönebeck
Radebeul
Barsinghausen
Geldern
Limburg an der Lahn
Stuhr
Dietzenbach
Korschenbroich
Jülich
Crailsheim
Seelze
Viernheim
Cloppenburg
Fürstenwalde/Spree
Biberach an der Riß
Itzehoe
Rheinfelden (Baden)
Wedel
Georgsmarienhütte
Nienburg/Weser
Bad Vilbel
Deggendorf
Werl
Neuruppin
Rheinberg
Zeitz
Gevelsberg
Vechta
Lampertheim
Herrenberg
Kornwestheim
Ahrensburg
Bad Nauheim
Eisenhüttenstadt
Lohmar
Höxter
Kreuztal
Bramsche
Ganderkesee
Meschede
Radolfzell am Bodensee
Ennepetal
Forchheim
Idar-Oberstein
Weyhe
Merzig
Oer-Erkenschwick
Osterholz-Scharmbeck
Achim
Bad Hersfeld
Delbrück
Güstrow
Weil am Rhein
Werne
Burgdorf
Tönisvorst
Sangerhausen
Waltrop
Emmerich am Rhein
Andernach
Bühl
Northeim
Springe
Oelde
Geesthacht
Haan
Wegberg
Aschersleben
Wedemark
Gaggenau
Taunusstein
Friedberg (Bayern)
Rietberg
Vaihingen an der Enz
Sundern (Sauerland)
Schwelm
Staßfurt
Bretten
Kevelaer
Geilenkirchen
Köthen (Anhalt)
Rendsburg
Zittau
Neuburg an der Donau
Landsberg am Lech
Wetter (Ruhr)
Friedberg (Hessen)
Baesweiler
Kelkheim (Taunus)
Schwandorf
Hamminkeln
Baunatal
Winnenden
Neukirchen-Vluyn
Meißen
Bad Zwischenahn
Leichlingen (Rheinland)
Wangen im Allgäu
Königsbrunn
Bad Neuenahr-Ahrweiler
Rheinbach
Rösrath
Leimen
Henstedt-Ulzburg
Warstein
Mechernich
Lennestadt
Selm
Overath
Mühlheim am Main
Rinteln
Emmendingen
Geislingen an der Steige
Nordenham
Verden (Aller)
Kulmbach
Saalfeld/Saale
Heiligenhaus
Senftenberg
Neckarsulm
Einbeck
Weinstadt
Unterschleißheim
Delitzsch
Brilon
Plettenberg
Griesheim
St. Wendel
Strausberg
Schloß Holte-Stukenbrock
Lauf an der Pegnitz
Garmisch-Partenkirchen
Lohne (Oldenburg)
Wiesloch
Ilmenau
Zirndorf
Rödermark
Hennigsdorf
Reinbek
Lübbecke
Petershagen
Blankenfelde-Mahlow
Hattersheim am Main
Ehingen
Rottweil
Wiehl
Horb am Neckar
Eisleben, Lutherstadt
Olpe
Sprockhövel
Mühlacker
Limbach-Oberfrohna
Rathenow
Schmallenberg
Heppenheim (Bergstraße)
Espelkamp
Bad Honnef
Norden
Olching
Achern
Arnstadt
Verl
Butzbach
Salzkotten
Übach-Palenberg
Lindau (Bodensee)
Attendorn
Friedrichsdorf
Bedburg
Pfungstadt
Ellwangen (Jagst)
Varel
Hann. Münden
Ditzingen
Mosbach
Glauchau
Herdecke
Roth
Hohen Neuendorf
Weiterstadt
Spremberg
Syke
Markkleeberg
Bad Oldesloe
Bingen am Rhein
Meckenheim
Lüdinghausen
Burg
Pfaffenhofen an der Ilm
Ingelheim am Rhein
Netphen
Salzwedel
Obertshausen
Harsewinkel
Schleswig
Ludwigsfelde
Walsrode
Helmstedt
Waldkraiburg
Weingarten
Rudolstadt
Wallenhorst
Dillenburg
Stutensee
Korbach
Wertheim
Freudenstadt
Osterode am Harz
Warburg
Groß-Gerau
Remseck am Neckar
Geretsried
Idstein
Ronnenberg
Calw
Wipperfürth
Zerbst/Anhalt
Starnberg
Sondershausen
Apolda
Herzogenaurach
Werdau
Haren (Ems)
Sehnde
Isernhagen
Waldshut-Tiengen
Alfter
Unterhaching
Öhringen
Jüchen
Werder
Eckernförde
Vreden
Nagold
Teltow
Radevormwald
Bad Mergentheim
Moormerland
Senden (Bayern)
Sonneberg
Stadthagen
Rees
Lengerich
Husum
Lindlar
Vaterstetten
Metzingen
Westerstede
Fröndenberg/Ruhr
Blankenburg (Harz)
Leutkirch im Allgäu
Bad Harzburg
Blieskastel
Annaberg-Buchholz
Soltau
Rotenburg (Wümme)
Überlingen
Greiz
Schwetzingen
Duderstadt
Karben
Wandlitz
Weilheim in Oberbayern
Bad Soden am Taunus
Meiningen
Xanten
Neusäß
Gelnhausen
Büren
Riedstadt
Eppingen
Groß-Umstadt
Wülfrath
Coswig
Edewecht

Ratgeber

Informationen und Tipps zum Markenrecht

Für Inhalt, Vollständigkeit und Aktualität der Informationen übernehmen wir keine Gewähr.

Der Weg zum Markenschutz

Es gibt verschiedene Wege zur Entstehung des Markenschutzes. In erster Linie entsteht der Markenschutz durch die Eintragung der Marke in das Markenregister des Deutschen Patent- und Markenamtes (Registermarke, § 4 Nr. 1 MarkenG). Weiterhin kann eine Marke auch durch Benutzung entstehen, sofern die Marke Verkehrsgeltung erworben hat (Benutzungsmarke, § 4 Nr. 2 MarkenG)). Dies ist dann der Fall, wenn ein erheblicher Teil der Abnehmer der von der Marke beanspruchten Waren und Dienstleistungen diese Marke einem Unternehmen zuordnen. Darüber hinaus kann auch durch eine notorische Bekanntheit der Marke Markenschutz entstehen (Notorietätsmarke, § 4 Nr. 3 MarkenG).

Den überwiegenden Teil der Marken in Deutschland stellen die Registermarken dar, da es eines erheblichen Aufwandes bedarf, Verkehrsgeltung oder gar notorische Bekanntheit für eine Marke zu erzielen. In der Regel sind Benutzungsmarken nur bei Waren oder Dienstleistungen anzutreffen, die ein sehr kleines, spezielles Publikum ansprechen, beispielsweise im Spezialmaschinenbau. Die Registermarke ist ein förmliches, absolutes Immaterialgüterrecht.

Eintragungsverfahren

Grundlage zur Erlangung des Markenschutzes durch eine Registermarke ist ein Antrag, der beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) einzureichen ist. Dieser Antrag muss Angaben enthalten, die es erlauben, die Identität des Anmelders festzustellen, sowie eine Wiedergabe der Marke und ein Verzeichnis der Waren oder Dienstleistungen, für die die Eintragung beantragt wird (§ 32 Abs. 2 MarkenG). Ist der Antrag mit den genannten Angaben beim DPMA eingegangen, so wird ein sogenannter Anmeldetag begründet (§ 33 Abs. 1 MarkenG). Dieser Anmeldetag bestimmt den Zeitrang der Anmeldung.

Dieser Antrag kann zwar zunächst formlos eingereicht werden, jedoch verlangt das DPMA die Verwendung des entsprechenden Formulars, das nachgereicht werden kann (§ 2 Abs. 1 MarkenV). Für den Zeitrang kommt es jedoch auf den Antrag, nicht auf das Formular an.

Steht der Anmeldetag der Marke fest, so wird diese Anmeldung veröffentlicht (§ 33 Abs. 3).

Anschließend beginnt die Prüfung auf „absolute Schutzhindernisse“ beim DPMA. Diese absoluten Schutzhindernisse sind in §§ 3, 8 und 10 MarkenG definiert. Im Wesentlichen wird hierbei geprüft, ob das als Marke angemeldete Zeichen überhaupt geeignet ist, Waren oder Dienstleistungen eines Unternehmens von denjenigen anderer Unternehmen zu unterscheiden (Unterscheidungseignung, § 3 MarkenG), ob das Zeichen grafisch darstellbar ist (§ 8 Abs. 1 MarkenG), ob das Zeichen für die beanspruchten Waren oder Dienstleistungen unterscheidungskräftig ist (§ 8 Abs. 2 Nr. 1 MarkenG), sowie ob ein Freihalteinteresse an dem Zeichen für Mitbewerber besteht (§ 8 Abs. 2 Nr. 2 MarkenG). Darüber hinaus darf die Marke nicht ausschließlich aus Zeichen oder Angaben bestehen, die im allgemeinen Sprachgebrauch zur Bezeichnung der Waren oder Dienstleistungen üblich geworden sind (§ 8 Abs. 2 Nr. 3 MarkenG). Die weiteren Prüfungspunkte spielen in der Praxis nur eine geringe Rolle. Außerdem werden Marken nicht eingetragen, die zu einer notorisch bekannten Marke mit älterem Zeitrang ähnlich oder mit ihr identisch sind. Führt diese Prüfung zu keinen Beanstandungen, wird die Marke in das Markenregister eingetragen. Mit dieser Eintragung entsteht der Markenschutz.

Es ist zu beachten, dass seitens des DPMA bereits bestehende Markeneintragungen, also „relative Schutzhindernisse“ – mit Ausnahme von notorisch bekannten Marken –, im Prüfungsverfahren zur Markeneintragung nicht berücksichtigt werden. Um diese zu berücksichtigen, ist dem Marken-Eintragungsverfahren das Widerspruchsverfahren nachgeschaltet.

Widerspruchsverfahren

Nachdem die Eintragung der Marke im Markenregister veröffentlicht worden ist, können Inhaber von Marken mit älterem Zeitrang innerhalb von drei Monaten Widerspruch gegen die Eintragung der jüngeren Marke erheben (§ 42 MarkenG). Der Widerspruch ist schriftlich zu erheben, muss aber nicht begründet werden. Notwendig ist lediglich, dass die angegriffene Marke, die Widerspruchsmarke (also die Marke mit älterem Zeitrang) sowie die Identität des Widersprechenden für das DPMA feststellbar sind. Diese Angaben können nach Ablauf der Dreimonatsfrist nicht nachgereicht werden. Auch hierzu ist ein Formblatt des DPMA zu verwenden (§ 26, Abs. 2, MarkenverordnungMarkenV).

Im Widerspruchsverfahren, welches ein kursorisches, auf eine Vielzahl von Fällen ausgerichtetes, standardisiertes Verfahren ist, wird nun geprüft, inwieweit Verwechslungsgefahr zwischen der jüngeren Marke und der älteren Widerspruchsmarke besteht. Diese Prüfung erfolgt für jede Ware bzw. Dienstleistung einzeln, das heißt, dass für jede Ware bzw. Dienstleistung überprüft wird, ob Verwechslungsgefahr mit der älteren Widerspruchsmarke besteht. Hierbei wird die Kennzeichnungskraft der Widerspruchsmarke, also die Fähigkeit der Widerspruchsmarke bei identischen Waren bzw. Dienstleistungen vom Verkehr wieder erkannt zu werden berücksichtigt. Je ähnlicher die einzelnen Waren bzw. Dienstleistungen der beiden Marken einander sind, desto unähnlicher müssen die Marken sein. Als Folge daraus können Teile des Waren- und Dienstleistungsverzeichnisses der jüngeren Marke, oder die gesamte jüngere Marke gelöscht werden.

Ein Widerspruch kann darauf gestützt werden, dass eine ältere, verwechslungsfähige oder eine notorisch bekannte Marke entgegensteht (=relative Schutzhindernisse), oder dass die Marke für einen Agenten oder Vertreter des Markeninhabers angemeldet wurde. Wenn der Widerspruch auf einen ältere Marke gestützt ist, so muss diese gemäß § 26 MarkenG auch benutzt sein, es sei denn, die ältere Marke ist jünger als 5 Jahre.

Ferner kann die Marke nach ihrer Eintragung jederzeit mittels eines Löschungsverfahrens aus dem Register gelöscht werden. Löschungsgründe sind Verfall, absolute Schutzhindernisse (d.h. die Marke selbst eignet sich nicht als Herkunftshinweis nach § 8 MarkenG oder relative Schutzhindernisse, also aufgrund von bestehenden älteren Marken.

Einrede der Nichtbenutzung

Der Inhaber der jüngeren Marke kann im Widerspruchsverfahren auch die Einrede der Nichtbenutzung erheben. Grundsätzlich muss eine Marke benutzt werden, ansonsten kann sie wegen Verfalls gelöscht werden. Aus einer für die betreffenden Waren/ Dienstleistungen nicht benutzten Marke können keine Rechte mehr geltend gemacht werden. In den ersten 5 Jahren nach Eintragung ist jedoch keine Benutzung zur Durchsetzung des Markenrechts erforderlich, vgl. § 26 MarkenG. Die Entfernung unbenutzter Marken aus dem Register ist sinnvoll, da geschützte Zeichen, wenn sie nicht mehr benötigt werden, der Allgemeinheit wieder zur Verfügung stehen sollen. Im Gegensatz zum Patent, das eine erfinderische Leistung belohnt, ist eine solche Leistung bei einer Marke nicht zu erkennen. Als Konsequenz daraus hat der Gesetzgeber die Benutzungspflicht (jedoch nicht für junge Marken innerhalb der Benutzungsschonfrist) vorgesehen. Wird im Löschungsverfahren die Benutzung nur für einige, jedoch nicht für alle Waren/ Dienstleistungen nachgewiesen, dann wird die Marke für die nicht benutzten Waren/ Dienstleitung gelöscht und verbleibt mit den Waren/ Dienstleistung, für die die Benutzung nachgewiesen wurde. Somit verbleibt die Marke zwar im Register – schließlich kann das DPMA die Benutzung einer Marke nicht laufend kontrollieren – aber derjenige, der im Verletzungsverfahren aus der Marke in Anspruch genommen wird, kann die Einrede der Nichtbenutzung erheben, wodurch der Inhaber der älteren Widerspruchsmarke keine Rechte mehr geltend machen kann.

Wird im Widerspruchsverfahren vom Inhaber der jüngeren Marke die Einrede der Nichtbenutzung erhoben, so kann freilich die Widersprechende die Benutzung ihrer Marke glaubhaft machen. Der Widerspruch hat dann nur Erfolg, wenn der Widersprechenden die Glaubhaftmachung der Benutzung gelingt, was sich im Einzelfall als schwierig herausstellen kann. In der Praxis ist es daher für einen Markeninhaber überaus sinnvoll, alte Verpackungen seiner Waren sowie die dazugehörigen Rechnungen und Lieferscheine – auch über die gesetzlichen, insbesondere steuerrechtlichen Aufbewahrungsfristen hinaus – aufzubewahren. Es muss eine direkte erkennbare Verknüpfung der Marke mit der Ware/ Dienstleistung zu erkennen sein, bspw. als sichtbares Label oder als konkrete Produktbeschreibung innerhalb einer Rechnung. Der gemeinsame Abdruck der Ware mit dem Markennamen in einer Broschüre ohne direkte Verknüpfung bietet jedoch Schwierigkeiten bei der Glaubhaftmachung. Die Benutzung muss klar auf Zeitabschnitte und Regionen bezogen sein; ein Nachweis, europaweit in den letzten 4 Jahren X Stück verkauft zu haben ist zu unpräzise. Als Mittel der Glaubhaftmachung sind grundsätzlich auch eidesstattliche Versicherungen zugelassen.

Grundsätze und Beispiele

In der Praxis ergeben sich aus obigen Erwägungen heraus einige Grundsätze, die im Folgenden anhand von Beispielen nicht abschließend dargestellt sind.

Rein beschreibende Zeichen sind nicht zulässig, da durch sie keine Unterscheidung der Waren oder Dienstleistungen erreicht wird (mangelnde Unterscheidungskraft) und sie darüber hinaus von Wettbewerbern zur Beschreibung ihrer Produkte benötigt werden (Freihalteinteresse). Die Marke Benzin kann also nicht für Kraftstoffe angemeldet werden. Dagegen ist es möglich, die Bezeichnung Benzin für Kleidung zu verwenden, da das Wort „Benzin“ keine beschreibende Angabe für diese Waren darstellt. Eine Ausnahme bilden in der deutschen Rechtsprechung Marken, die über alle Maßen bekannt sind (Bsp. Telekom). Obwohl „Telekom“ glatt beschreibend für den Sektor der Telekommunikation sein dürfte, kann die Marke für diesen Bereich aufgrund ihrer Bekanntheit Schutz beanspruchen. Daneben kann aus diesen Marken auch gegen die Benutzung für Waren bzw. Dienstleistungen vorgegangen werden, die mit den Waren bzw. Dienstleistungen der bereits eingetragenen Marke nicht verwechselbar sind, wenn die Verwendung wegen des Imagetransfers von der berühmten Marke unlauter ist (das benennen einer Hose mit „Telekom“ könnte beispielsweise problematisch sein). Zeichen amtlichen Charakters sind ebenfalls nicht eintragungsfähig, auch wenn das Rote Kreuz nicht auf dem Sektor Baustoffe tätig ist. Dies ist jedoch vom Einzelfall abhängig. Einen besonderen Fall stellen auch Zeichen dar, die umgangssprachlich einen Gattungsbegriff darstellen. Bekannte Beispiele sind Tempo, Fön, Nutella, Tesa-Film oder Jeep. Solche Begriffe können ihren Markenschutz verlieren, da das Zeichen die Herkunftsfunktion der Marke nicht mehr erfüllt, wenn die Verbraucher nicht konsequent auf die Eigenschaft als Marke hingewiesen werden. Mithin ist der Markeninhaber besonders in diesen Fällen gezwungen, seine Marke konsequent durchzusetzen und damit dem Nichtberechtigten die Benutzung der Marke zu untersagen. Da in der Regel große Konzerne Marken mit einem solchen Bekanntheitsgrad besitzen, die dann gezwungen sind gegen kleinere Unternehmen vorzugehen, ergeben sich hier oft Fälle mit hoher Medienbeachtung.

Beispiel 1: Sony verlor den Markenschutz für seinen Walkman in Österreich.

Beispiel 2: LOTTO ist ein Gattungsbegriff für Zahlenglücksspiele und keine Marke [BGH I ZB 11/04], auch nicht GELBE SEITEN oder POST.

Beispiel 3: Die Deutsche Börse weist in ihren Veröffentlichungen permanent darauf hin, dass der DAX eine eingetragene Marke ist. Damit verdeutlicht sie dem Publikum, dass DAX ein „Produkt“ aus einem bestimmten „Herstellungsbetrieb“ ist und verhindert so ein "Verkommen" des Begriffs „DAX“ zum Gattungsbegriff.

Die früher nur bei Verkehrsgeltung erlaubten, nicht aussprechbaren Buchstabenkombinationen (bekannt sind beispielsweise die Marken 4711, BMW) können in der Praxis heute ohne Probleme eingetragen werden. Auch Einzelbuchstaben sind im Einzelfall möglich.

Rechte aus einer Marke (Markenschutz)

Der Markeninhaber hat gegen einen Verletzer einen Unterlassungsanspruch gegen die kennzeichenmäßige Benutzung der Marke, sofern das verwendete Zeichen mit der eingetragenen Marke identisch oder verwechselbar ähnlich ist und das Zeichen für identische oder ähnliche Dienstleistungen bzw. Waren verwendet wird, für die die Marke eingetragen ist (umgangssprachlich „Markenpiraterie“). Vom Verletzer kann Unterlassung, Beseitigung durch Vernichtung der widerrechtlich mit der Marke versehenen Waren oder zumindest Entfernung der Marke, Auskunft über den Umfang der Benutzung und Schadenersatz verlangt werden. Der Schadenersatz kann auf drei verschiedene Weisen berechnet werden: Der Markeninhaber kann Zahlung einer angemessenen Lizenzgebühr, Herausgabe des Verletzergewinns oder Ersatz der eigenen Mindereinnahmen verlangen. Auf Antrag (vgl. Strafantrag) des Verletzten wird auch eine strafrechtliche Verfolgung eingeleitet.

Wenn Rechte aus der eingetragenen Marke geltend gemacht werden, so muss diese auch benutzt sein, es sei denn, die Marke befindet sich noch in der Benutzungsschonfrist von 5 Jahren, die nach Eintragung beginnt.

Gemäß § 4 Satz 1 Markengesetz entsteht der Markenschutz durch die Eintragung eines Zeichens als Marke in das vom Patentamt geführte Register. Daher kann sich die Öffentlichkeit darüber informieren, welche Kennzeichen geschützt sind, und welche nicht. Hierzu führt das Deutsche Patent- und Markenamt ein öffentlich zugängliches Register, in dem alle bibliographischen Daten, auch den Namen des Markeninhabers, hinterlegt sind.

Die Frage der Akteneinsicht bei Markenanmeldungen (also noch nicht eingetragenen Marken) wurde zuletzt in der BGH-Entscheidung vom 10.4.2007, I ZB 15/06 behandelt. Demnach wird zwischen dem berechtigen Interesse des Antragstellers und dem Geheimhaltungsinteresse (darunter fällt auch das Recht auf informationelle Selbstbestimmung) des Anmelders abgewogen. Der Markenanmelder hat die Gründe darzulegen, die gegen eine Akteneinsicht sprechen.

Schutzdauer

Die Schutzdauer ist grundsätzlich nicht beschränkt. In Deutschland, wie auch in Österreich und der Schweiz (hier erst seit dem 1. April 1993, alle davor angemeldeten Marken haben eine 20-jährige Schutzdauer) beträgt sie zwar ab dem Tag der Anmeldung zehn Jahre, kann aber gegen fristgerechte Zahlung einer Gebühr beliebig oft um weitere zehn Jahre verlängert werden. Der Markenschutz erlischt daher nur durch Nichtzahlung der Gebühr, durch Nichtbenutzung oder durch ein „Verkommen“ der Marke zum Gattungsbegriff.

Der Bundesgerichtshof hat in der Entscheidung vom 21. Juli 2005 (Az.: I ZR 293/02) über verschiedene eingetragene Wort- und Wort-/Bildmarken des Handelskonzerns Otto entschieden und das Unternehmen schließlich zur Löschung wegen Nichtbenutzung verurteilt. Hier waren die Marken lediglich auf Katalogen und Versandtaschen angebracht, nicht aber auf der Ware selbst. Der Bundesgerichtshof hat darin keine geeignete rechtserhaltende Benutzung der Marke gesehen.

Adelebsen Ahnatal Allendorf Bad Harzburg Lauterberg Sachsa Baunatal Beverungen Bovenden Brakel Calden Clausthal-Zellerfeld Dassel Duderstadt Einbeck Eschwege Friedland Gleichen Göttingen Großalmerode Gudensberg Hann Hann. Hannoversch Münden Hardegsen Heiligenstadt Herzberg Hessisch-Lichtenau Höxter Hofgeismar Holzminden Kalefeld Kassel Katlenburg-Lindau Kaufungen Kreiensen Leinefelde Lohfelden Niestetal Nordhausen Nörten-Hardenberg Northeim Moringen Mühlhausen Osterode Rosdorf Schauenburg Seesen Sondershausen Staufenberg Uslar Vellmar Warburg Wernigerode Witzenhausen Wolfhagen Worbis Zierenberg

sitemap            

just law Rechtsanwälte, Groner-Tor-Straße 8, 37073 Göttingen   info@justlaw.de

www.justlaw.de